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Verjährung 2011 – Achtung: Bei älteren Kapitalanlagen droht eine absolute Verjährung zum 31.12.2011

Durch die zum 01.01.2002 eingeführten Änderungen im Verjährungsrecht droht Kapitalanlegern, die ihre Kapitalanlage vor diesem Datum erworben haben, die komplette Verjährung von Schadenersatzansprüchen.

Hintergrund: Bis zum Jahr 2002 galt grundsätzlich die allgemeine 30-jährige Verjährungsfrist für derartige Schadenersatzansprüche. Diese wurde 2002 grundsätzlich gemäß § 195 BGB auf drei Jahre verkürzt, wobei diese kurze Frist erst ab dem Zeitpunkt der Kenntnis von den wesentlichen anspruchsbegründenden Umständen beginnt.

Damit konnten Anleger auch bei bereits länger zurückliegenden Anlagegeschäften noch die ihnen zustehenden Rechte geltend machen, sofern die Kenntnis aller wesentlichen Umstände erst seit höchstens drei Jahren bestand.

Absolute Höchstfrist von 10 Jahren

Darüber hinaus hat der Gesetzgeber jedoch mit § 199 Abs. 4 BGB eine absolute Höchstfrist von zehn Jahren eingeführt. Nach Ablauf dieser Frist können keine Ansprüche mehr durchgesetzt werden. Bei den sog. „Altfällen“ begann diese Frist mit Einführung der neuen Gesetzeslage – also zum 01.01.2002 – zu laufen. Sie endet somit zum 31.12.2011.

Betroffen hiervon sind viele Anleger, die z. B. in den 1990er Jahren geschlossene Immobilienfonds, (atypisch) stille Beteiligungen, Genussrechte u. ä. gezeichnet haben – nicht selten durch Darlehen finanziert. Häufig kommt auch eine Prospekthaftung (im weiteren Sinne) in Betracht.

Wenn Sie glauben, dass ein solcher„Altfall“ womöglich auch bei Ihnen vorliegt, sollten Sie sich daher möglichst bald von einem Rechtsanwalt beraten lassen und sicherstellen, dass gegen die Verjährung eventueller Schadenersatzansprüche rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergriffen werden.

Rechtzeitig handeln

Dabei muss auch berücksichtigt werden, dass eine Hemmung der Verjährung nicht bereits dadurch erzielt werden kann, dass der Gegenseite Ihre Ansprüche schriftlich angezeigt werden. Vielmehr kann die Hemmung regelmäßig nur durch die rechtzeitige Einleitung z. B. gerichtlicher Schritte oder eines Güteverfahrens bei einer staatlich anerkannten Gütestelle erfolgen.

Da hierfür eine umfassende Aufarbeitung der oftmals komplexen Sach- und Rechtslage erforderlich ist, sollten Sie jedoch eine längere Vorbereitungszeit berücksichtigen.

Warten Sie daher möglichst nicht bis zum Jahresende!

Für Anfragen stehen Ihnen Rechtsanwalt Christian Thum und Rechtsanwalt Michael Strauß gerne zur Verfügung.


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